Der Pachtvertrag geht auf den Käufer über
Das ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird und am meisten kostet. Nach § 593b BGB gelten bei der Veräußerung eines verpachteten Grundstücks die Vorschriften über den Eigentümerwechsel bei der Miete entsprechend: Der Käufer tritt in den bestehenden Landpachtvertrag ein.
Wer glaubt, nach dem Kauf frei über die Fläche verfügen zu können, irrt dann um die ganze Restlaufzeit — und Landpachtverträge laufen oft über viele Jahre. Fragen Sie deshalb immer: Ist die Fläche verpachtet, zu welchen Bedingungen, und bis wann?
Wer solche Flächen kauft
Der häufigste Käufer ist der Nachbarbetrieb, der seine Flächen arrondiert. Für ihn ist eine Parzelle neben seinen eigenen deutlich mehr wert als für jeden anderen, weil sie Wege spart. Das ist der Grund, warum ein Verkauf an den richtigen Nachbarn oft mehr bringt als eine breite Anzeige.
Für den Preis zählen Bodenzahl, Zuschnitt, Zuwegung und die Frage, ob die Fläche in einem Wasserschutz- oder Naturschutzgebiet liegt. Die amtlichen Kaufwerte je Hektar veröffentlichen die Gutachterausschüsse und die Statistischen Landesämter.
Was diese Seite ist und was nicht. Wir stellen die Rechtslage dar, so wie sie in den genannten Vorschriften steht. Das ist keine Rechts- und keine Steuerberatung, und es ersetzt keine Auskunft der Behörde: Verbindlich entscheidet immer das zuständige Amt. Für Ihre Anfrage dort haben wir fertige Texte zum Kopieren.
Die Rechtsinhalte gelten bundesweit. Vermitteln tut iMMo75 zwischen Stuttgart und Karlsruhe. Inserieren können Sie hier aus ganz Deutschland, kostenlos.
